Montag, 29. April 2013

Darum keine Tierprodukte!


Diese Schaubild stellt die Gründe für Veganismus verständlich und schnell dar. Vergleicht man sie mit den Argumenten für Tierprodukte, wie "Es schmeckt doch aber!" und "Das machen wir schon immer so!", mag wohl jeder leicht für sich feststellen, welche Argumente tatsächlich überwiegen, wenn man mal Faulheit und Ignoranz beiseite lässt.

Quelle des Bildes: http://vegan-guide.de/

Sonntag, 28. April 2013

Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge.

Ein Kochbuch über eine vegane Diät und einen ausgewogenen und gesunden Lebensstil.


Das Buch ist wohl gerade Thema Nummer 1, immerhin befindet es sich seit 214 Tagen in den Top 100 Bestsellern bei Amazon und belegt Platz 1 in der Rubrik "Vollwertküche", womit es Weightwatchers, Dukan Diät und Co. hinter sich lässt ¹.
Doch neben Lobpreisungen werden auch Kritiken laut, der Autor Atilla Hildmann sei nicht konsequent genug und verweise immer wieder darauf, dass es nicht schlimm sei, auch mal etwas Tierisches zu essen oder ein Paar Lederschuhe zu tragen ². Diese verständliche Kritik in allen Ehren, stellt sich mir aber die Frage, ob Atilla Hildmann nicht gerade mit dieser lockeren Art über den Veganismus zu reden, es schafft, Menschen zu überzeugen, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren, die vorher nicht offen für das Thema waren. Die Annäherung an das Thema wird nett und gesund gestaltet, so ist es nicht schlimm, auch mal zu versagen.

Die Diät ist folgendermaßen gestaltet: 30 Tage lang ernährt man sich nach den ausgewogenen und zahlreichen Rezepten im Buch. Von Pancakes über Pizza bis Eis und Pralinen ist alles dabei. Einziger Haken sind die besonderen und meist unbekannten Lebensmittel. Alles biologisch nach dem Buch einzukaufen ist für Schüler, Studenten und andere Personen mit wenig Einkommen fast unmöglich. Fuchst man sich aber in die Rezepte rein und vergleicht Preise, versucht Nussmus beispielsweise selber zu machen, kann es trotzdem klappen, sich nach dem Buch zu richten.
Man merkt recht schnell, wie die Pfunde purzeln, ohne dass man hungert oder übermäßig viel Sport treibt. Gleichzeitig wird man aber animiert mehr zu trinken und Sport zu treiben, was wohl dem ein oder anderen schon ganz gut tut. Mein persönliches Ergebnis waren 3,6kg Abnahme in 4 Wochen, was ich vollkommen ausreichend und gesund empfinde. Nach einer Entgiftungsphase verschwanden Pickel und auch meine Regelschmerzen vollkommen. 

Somit führt Atilla Hildmann mit seinem Buch jeden spielend an die vegane Ernährungsweise ran und positiviert dies noch mit dem Gesundheitsakpekt. Der Run auf bestimmte Lebensmittel aus dem Buch hat deutlich zugenommen und so kommt es auch vor, dass Nussmus und Amaranth bei DM ausverkauft ist. Positiver Effekt des Buches ist es also auf jeden Fall, dass eine breitere Masse biologische, vegane Produkte kauft und sich mit den Lebensmittel, die wir täglich konsumieren auseinandersetzt.

Das Geld, was er mit dem (meiner Meinung nach teurem) Buch und der Werbung für bestimmte Produkte, die in seinem Buch auftauchen, verdient, die Selbstdarstellung, die er im Buch und auch außerhalb vornimmt und auch die nicht ganz konsequente Art den Veganismus zu leben, sind für mich daher vollkommen hinnehmbar. Denn sein Konzept funktioniert und die Anzahl der Vegetarier und Veganer wächst, auch durch ihn, täglich. Und für mich persönlich kann ich nur feststellen, dass mir die Ernährungsweise sehr liegt und mir Probleme im Leben nimmt.



¹ Amazon, Bücher, Bestseller. http://www.amazon.de/gp/bestsellers/books, abegrufen am 28.04.2013.              
² Vegan ernähren ohne Dogmen: Interview mit Attila Hildmann, in: Living at Home. http://www.livingathome.de/kueche/interview-mit-attila-hildmann-61434.html

Samstag, 27. April 2013

Nachhaltige Kleidung



Zugern mag man sich den Versuchungen der großen Kaufhäuser hingeben, schnell, billige, modische Kleidung zu konsumieren. So passiert es auch, dass Kleidung im Schrank landet, die man kaum bis gar nicht trägt. Die dort liegt bis man die passende Figur hat oder sich der passende Anlass bietet. Typisches Verhalten in einer Konsumgesellschaft, in der alles suggeriert, dass man immer mehr haben muss und mit bestimmten Kleidungsstücken NOCH besser aussieht, besser ankommt und überhaupt mehr Chancen im Leben hat. Lässt man den sehr kritisch zu betrachtenden Fakt weg, dass immer jüngere und dünnere Models für die großen Modehäuser werben, bleibt auch ein überaus schaler Beigeschmack bei den Produktionsbedingungen in fernen Ländern. So sollte sich jeder bewusst machen, dass man durch den Kauf von Firmen wie H&M Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unterstützt. Die Frage ist selbstverständlich, was man mit einem niedrigen Budget im Monat machen kann, anstelle Kleidung von H&M, Primark und Co. zu kaufen.


1. Was brauche ich wirklich?

Wie viel Kleidung brauchen wir wirklich? Diese Frage sollte man sich tatsächlich stellen. Ich bin da leider keine Ausnahme. Auch bei mir liegen viele Klamotten im Schrank, die ich kaum bis gar nicht trage.
Die Frage soll nicht bedeuten, dass man nur noch ein T-Shirt, eine Hose und ein Paar Socken im Schrank haben sollte, doch hinterfragen, was man tatsächlich trägt oder was man wirklich benötigt, sollte man schon. Ich handhabe das meist sehr einfach, die unterste Schublade in meinem Schrank dient für Kleidung, die ich kaum trage. Bemerke ich, dass mir Kleidungsstücke nicht (mehr) gefallen oder ich sie nicht trage, wandern sie nach ganz unten. Nach ein bis zwei Monaten merke ich leicht, ob ich das Teil vermisst habe oder nicht. Wenn nicht, dann kann man sie in die Altkleidersammlung geben, auf Flohmärkten verkaufen oder, und so kommen wir zum nächsten Punkt, im Internet wieder verkaufen.


2. Secondhand

Secondhandläden im Umfeld oder auch im Internet biete eine gute Plattform um gebrauchte Klamotten für wenig Geld zu verkaufen und kaufen und steuern gegen unsere Wegwerfgesellschaft, die den Menschen und der Umwelt extrem schadet. Der Gang zum Secondhandladen oder Umsonstladen lohnt sich, wenn man in der Stadt wohnt, auf jeden Fall, denn so kann man sich auch mit wenig Geld Kleidung kaufen und gleichzeitig seine eigenen Sachen, die man nicht mehr trägt verkaufen oder verschenken, ohne sie wegzuwerfen zu müssen. 
Wer keine Secondhandläden in seiner näheren Umgebung hat, kann auch auf Internetseiten wie eBay oder Kleiderkreisel zurückgreifen. Kleiderkreisel bietet zudem die Möglichkeit Kleidung zu tauschen, wodurch neben der Versandkosten, keinerlei andere Kosten entstehen. Dies macht die Seite wesentlich attraktiver als eBay, die immer höhere Verkaufsprovisionen nehmen. Außerdem werden die Preise von einem selbst festgelegt und können verhandelt werden. Und wenn ich für meine Kleidung mal nicht so viel Geld wie erwartet bekomme, freu ich mich immer für denjenigen, der eventuell noch weniger Geld hat und dem ich es trotzdem ermögliche gute Kleidung zu haben.
Aber vielleicht sollte auch auf privater Ebene gedacht werden, verschenkt oder tauscht doch auch mal im Freundeskreis!


3. Faire, biologische Kleidung

Der nächste und wahrscheinlich beste Punkt bei der Anschaffung neuer Kleidung sind für mich die biologischen Läden. Diese findet man leider nur in Großstädten, wie Berlin oder Hamburg. Wenn man, wie ich, kaum Möglichkeiten hat, auf diese zuzugreifen, dann muss wieder das gute Internet her. Die derzeit besten Läden in der Hinsicht sind für mich AvocadoZündstoff und Armedangles. Auf diesen Internetseiten könnt ihr fairtrade, vegan, faire und biologische Kleidung kaufen. Die hat selbstverständlich ihren Preis, aber ich spare lieber auf meine nächste Jeans, anstatt Hosen für 19€ aus Kinderarbeit mit Schadstoffen zu kaufen.


4. Selbstmachen

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Für den ein oder anderen begabten wohl auch ganz interessant, ist das Selbernähen. So kann man sich ganz sicher sein, das die Arbeitsbedingungen fair sind und der Stoff biologisch. Wer unbegabt oder sehr begabt ist, kann auch auf Dawanda zurückgreifen. Auf dieser Seite könnt ihr eure eigenen Kreationen verkaufen und selbstgemachte Kleidung von anderen kaufen. So kann man teilweise auch Geld sparen, junge Designer unterstützen und gleichzeitig noch Einzelstücke besitzen.




Wenn man bei der Kleidung spart, muss man immer auch mit einbeziehen, dass es meist die Arbeitskosten sind, bei denen gespart wird. Unser jetziges Gesellschaftssystem trägt dazu bei, dass wir Menschen für Hungerlöhne versklaven, damit wir die neuste, modischste Jeans im Schrank liegen haben. Ob man das tatsächlich für vertretbar hält, mag ich bezweifeln. Daher sollten die Alternativen, die es tatsächlich gibt, jedem bewusst gemacht werden.


Phillip Wollen über die Notwendigkeit auf Fleisch zu verzichten.






Worum es hier gehen soll.




Seit ich 14 Jahre alt bin, esse ich kein Fleisch. Obwohl das wohl nicht ganz stimmt, in meiner Familie durchsetzen, dass ich keine Soße mit Schinkenstückchen oder sonstigen Fleischeinlagen essen wollte, konnte ich sicherlich erst mit 18. Auch bin ich nicht unfehlbar gewesen, mit 18 überkam es mich und ich wollte unbedingt Fleisch essen, um dann letztlich festzustellen, dass ich es nicht brauche und ich mich hinterher schlecht fühlte. Seit dem ich mit 19 von zu Hause ausgezogen bin, kann ich vollkommen vegetarisch und meistens auch vollkommen vegan leben.
Somit war der Gedanke, dass es falsch ist, andere Lebewesen zu essen, bei mir schon früh da. Mit 11 erzählte mir ein Schulkamerad, dass er keinen Thunfisch essen will, er möge Delphine so gerne und die müssten sehr oft als Beifang mit sterben. So wuchs in mir das Bewusstsein heran, dass das, was täglich auf unseren Tellern liegt, vorher ein Tier war und ich sträubte mich immer mehr gegen Steak und Hähnchen. Der Ekel wuchs, je mehr ich das Tier erkennen konnte.
Seit dem ein kleines Hundewelpen bei uns aufwuchs, stärkten sich meine Liebe und mein Verständnis gegenüber Tieren enorm. Ich baute eine Freundschaft zu einem Tier auf und wir halfen uns gegenseitig in sehr schweren Zeiten. Die Intelligenz und die Gefühle, die ich in diesem Tier sehen konnte und sehen kann, berühren mich immer wieder. So ist es für mich unverständlich, wie man Lebewesen einsperren und dermaßen ausnutzen kann, wie es gerade weltweit geschieht. 
Doch für mich reicht es mittlerweile nicht mehr "nur" vegan zu leben und nebenbei bei H&M und co. einkaufen zu gehen. Schlechte, menschenverachtende Produktionsbedingungen, Umweltbelastungen und Massentierhaltungen gehen für mich Hand in Hand. Somit möchte ich mich auf diesem Blog mit dem veganen Lebensstil, fairer, biologischer Kleidung, sowie biologischen Lebensmitteln und weiteren Themen auseinandersetzen. Dabei möchte ich euch Rezepte und Internetseiten vorstellen, sowie bestimmte Themen diskutieren und hinterfragen. Insgesamt möchte ich hier meinen Lebenswandel festhalten und so eventuell bei dem ein oder anderen zum Nachdenken und zu Motivation führen.